Die Angedacht!-Manuskripte vom 5. bis 11. April 2026

Autor: Stefan Weinert, Trier


Thema: Der Weg Jesu, auferstehen vom Tod - wie weit geht Ihr mit?

Sonntag, 5. April 2026, 6:40 Uhr

Glaubt Ihr "an die Auferstehung der Toten", wie es im christlichen Glaubensbekenntnis heißt? Erwartet Ihr "das Leben der kommenden Welt", so eine andere Fassung? Jesus Christus, der am Kreuz hingerichtet wurde und starb – der lebt, der ist auferstanden, auferweckt von den Toten! Glauben jedenfalls Christinnen und Christen weltweit und feiern das vor allem an Ostern. Und weil sie das glauben, lebt auch diese Hoffnung weiter: dass das sein kann, vom Tod auferstehen. Und wie ist das dann, das Leben nach dem Tod, das Leben der kommenden Welt? Großes Fragezeichen. Das heißt – den einen oder anderen Hinweis gibt es. Jesus jedenfalls, so erzählt es die Bibel, Jesus begegnet nach seiner Auferstehung seinen Freundinnen und Freunden so, dass die ihn erkennen können. Oft nicht sofort – aber durch ein Wort, eine Geste gehen ihnen dann die Augen auf, wie es in der Bibel heißt. Jesus ist also nicht eingegangen in irgendein großes Ganzes, sondern er blieb der, der er war, wieder erkennbar. Und das ist die Hoffnung für alle, die sich auf den Weg Jesu einlassen. Dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern dass es ein „Danach“ gibt – das Leben der kommenden Welt, das ewige Leben bei Gott. Der Weg Jesu, auferstehen vom Tod - wie weit geht Ihr da mit?


Thema: Jesus erkennen – kann dauern!

Montag, 6. April 2026, 6:40 Uhr

Ist der Ostermontag bei Euch auch ein Ausflugstag? Bisschen Bewegung nach üppigem Essen? Dabei könnt ihr auch dem Emmausgang ein bisschen nachgehen, von dem heute in den christlichen Gottesdiensten vorgelesen wird aus der Bibel. Da sind am Ostertag zwei Jünger, zwei Freunde Jesu, zu Fuß unterwegs von Jerusalem nach Emmaus. Sie sind völlig verwirrt – Jesus ist tot, gekreuzigt - doch am Ostermorgen war sein Grab plötzlich leer, und es heißt, Jesus lebe. Auf dem Weg nach Emmaus treffen die beiden dann einen Mann, der sich ihnen anschließt. Sie kommen ins Gespräch, und der Fremde kann das ganze Geschehen um Jesus gut erklären mit Hilfe der biblischen Schriften. Und dann, beim gemeinsamen Abendessen, als der Fremde das Segensgebet spricht und das Brot teilt, so wie Jesus es getan hatte, da kapieren die beiden Jünger: das ist er selbst – das ist Jesus, der Auferstandene. Und, wie es in der Bibel heißt, ihnen gingen die Augen auf und sie erkannten ihn. Hat also etwas gedauert. Wie bei Maria Magdalena, die am Ostermorgen den auferstandenen Jesus für den Gärtner hält. Erst, als Jesus sie anspricht, erkennt sie ihn. Bei den Emmaus-Jüngern, bei Maria Magdalena: Jesus gibt sich zu erkennen. Kann aber dauern. Also: Bleibt aufmerksam und haltet Augen und Ohren offen!